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Über antenneSIBI

Neues Leben im SIBI-Tonstudio

Mikro auf, Rotlicht an, noch eben das Ende des Musiktitels abwarten und die Moderation kann beginnen: Die Radio-AG des SIBI ist auf Sendung – zwar (noch) nicht live, aber der Radiobetrieb im kleinen fühlt sich dennoch echt an.

Dreimal waren wir inzwischen auf Sendung, jeweils für eine Stunde dienstags ab 21 Uhr im Bürgerfunk auf Radio Bonn/Rhein-Sieg. Produziert wurden diese Sendungen noch in den Radiostudios des Fördervereins Radio Rhein-Sieg in Bonn. Diese Ausflüge zu Radio Bonn/Rhein-Sieg gehören aber ab sofort der Vergangenheit an.

Im vergangenen Jahr hat sich die Radio-AG des Tonstudios unter dem Dach des Feuerschlösschens angenommen. Fünf Bandmaschinen und ein Mischpult – eine Spende der Deutschen Welle – bildeten hier bislang die technische Ausstattung. Als die Entscheidung gefallen war, das Studio nach längerem Leerstand wieder mit Leben zu füllen, wurde schnell klar, dass diese Ausstattung nicht mehr zeitgemäß ist. Schneiden mit Bandmaschinen ist in etwa wie schreiben mit der Schreibmaschine: Die Arbeit dauert länger, die Gestaltungsmöglichkeiten sind begrenzt und Fehler bei der Arbeit verzeiht die Technik kaum. Um hier wieder den Spaß am Radio zu vermitteln, fehlte also erstmal eines: Geld.


Die alten Bandmaschinen von Telefunken ziehen aus dem Studio aus (v.l. Julian Hoffmann, Fiona Martin-Delgado und Daniel Dresen).

Eine kräftige Finanzspritze des Fördervereins, ein erfolgreicher Antrag bei der Trappenstiftung sowie eine großzügige Spende des Aalkönigkomitees machten vieles möglich. Heute sind von der ursprünglichen Studiotechnik noch drei Lautsprecher übrig. Das alte Mono-Mischpult wurde durch ein gebrauchtes Revox-Pult mit Geschichte ersetzt – es stammt aus dem Willy-Brandt-Haus und wurde 1998 für Schröders ersten Wahlkampf als Kanzlerkandidat angeschafft. Die Bandmaschinen sind inzwischen ebenfalls ausgezogen und wurden durch zwei Computer ersetzt. Den Reportern der AG stehen zwei digitale Reportageeinheiten zur Verfügung. Hinzu kommen neue Mikrofone, Kopfhörer, ein Doppel-CD-Spieler, ein Audio-Kompressor und vieles mehr.

Bei immer mehr Schulveranstaltungen sind unsere Reporter dabei: Das „SIBI rockt“ und die Radio-AG fängt die Stimmung ein. Die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftskurse aus der Jahrgangsstufe 9 nehmen am Schülerwettbewerb „Jugend testet“ der Stiftung Warentest teil und lassen sich bei den Tests über die Schulter schauen und das Mikro unter die Nase halten. Der Literaturkurs probt für „My fair Lady“ und ein Reporter blickt hinter die Kulissen. Die Karten für die Musical-Aufführung kann man später im Radio gewinnen...


Daniel Dresen beim Interview auf dem Schulhof.

Die Themen für die Sendungen aus dem SIBI lieferte bisher vor allem das Schulleben. Das lag nahe, denn laut Landesmediengesetz müssen die Inhalte von Bürgerfunksendungen einen lokalen Bezug haben. Gerade durch diese inhaltliche Beschränkung kann der Bürgerfunk für unsere Radio AG auf Dauer nicht die einzige Möglichkeit sein, an Hörer zu kommen. Derzeit sehen wir uns deshalb nach neuen Verbreitungsmöglichkeiten um. Ein erster Gedanke ging an die Durchsagenanlage, doch in manchen Räumen bleiben die Lautsprecher selbst dann unverständlich, wenn die Schüler schlafen. Außerdem wäre eine solche „Zwangsbeschallung“ im Unterricht nicht möglich und in der Pause zumindest schwierig. Die Schüler sollen sich idealer Weise fragen, wie sie uns hören und nicht wie sie uns entgehen können. Unser Ziel ist, zumindest immer mal wieder, ein „richtiges Radioprogramm“ anbieten zu können – „Antenne-SIBI“ – mit Musik, Beiträgen und Moderation. Ein, zwei interessante Optionen werden im Moment geprüft und wenn alles gut geht, sind wir diesem Ziel in den nächsten Wochen einen bedeutenden Schritt näher. Mehr wird hier aber noch nicht verraten.


Das Antenne-SIBI-Team 2007/08 (v.l. Daniel Dresen, Lukas Treffert, Fiona Martin-Delgado, Julian Hoffmann und Heidi Kuhlmann).

 
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