Courage-Arbeitskreis

Das SIBI ist Teil des größten Schulnetzwerks in Deutschland: „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“

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Hier finden Sie die Ergebnisse unserer Umfrage nach Jahrgangsstufen.

Das SIBI versteht sich als couragierte Schule, in der jede Art von Rassismus und Diskriminierung verurteilt und Vielfältigkeit bejaht wird. 

Um diese Werte und Haltung im Schulalltag umzusetzen, wurde der Arbeitskreis Courage als Teilkonferenz der Schulkonferenz gegründet. Interessierte Eltern, Schüler:innen und Lehrer:innen treffen sich regelmäßig, um gemeinsam präventive Projekte und Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung zu konzipieren und strukturell zu verankern.

Wenn Sie, liebe Eltern, oder Ihr, liebe Schüler:innen, Anliegen zu dem Thema Rassismus am SIBI habt, können Sie und Ihr uns jeder Zeit ansprechen oder Mail unter courage@sibi-badhonnef.de erreichen.

 

Courage-Umfrage am SIBI 2020

 

Anlass und Zielsetzung der Umfrage:

  • Die Umfrage wurde entwickelt von der Courage-AG und ausgewertet vom Arbeitskreis Courage.
  • Der Arbeitskreis Courage hat sich aus Mitgliedern der Schulkonferenz gegründet, ist aber mittlerweile offen für alle interessierten Eltern, Lehrer:innen und Schüler:innen, die sich einbringen möchten.
  • Als „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ hat sich das SIBI auf die Fahnen geschrieben, aktiv gegen jede Form von Diskriminierung an der Schule vorzugehen. Leider gab es konkrete Fälle von diskriminierenden Posts/Inhalten von SIBI-Schüler:innen in verschiedenen sozialen Netzwerken sowie konkretes Verhalten von einzelnen Schüler:innen, die nicht zu tolerieren waren (Elternbrief vom 12.11.2020).
  • Das Anliegen der Umfrage ist es, einen Ist-Zustand am SIBI zu erheben und einen differenzierten Eindruck davon zu bekommen, in welcher Form und welchem Maß Diskriminierung am SIBI stattfindet.

Durchführung und Auswertung:

  • Vom 23.11.-.18.12.2020 hatten alle Schüler:innen des SIBI Gelegenheit, anonym an der Umfrage teilzunehmen.
  • Befragung und Auswertung nach Jahrgangsstufenclustern (Erprobungsstufe = 5-6; Mittelstufe = 7-9; Oberstufe = 10-12) und IVK (Integrationsvorbereitungsklasse altersübergreifend)
  • Rücklaufquote gesamt = ca. 60 % aller Schüler:innen (Erprobungsstufe = 146; Mittelstufe = 210; Oberstufe = 182; IVK = 17)
  • Auf der Grundlage der Umfrageergebnisse können konkrete präventive Maßnahmen entwickelt und eingesetzt werden, um ein tolerantes, weltoffenes und couragiertes Miteinander am SIBI zu leben. Die „Arbeitsgruppe Courage“ trifft sich regelmäßig und steht Interessierten jederzeit offen.

Kurzzusammenfassung der wichtigsten Umfrageergebnisse:

  • Der Großteil der Schüler:innen (ø 96%) fühlt sich grundsätzlich wohl bzw. „okay“ am SIBI: die Jüngeren fühlen sich etwas wohler als die Älteren und im kleineren Verband der Klasse bzw. Kurse und Stufe fühlen sich die Schüler:innen tendenziell wohler als im gesamt-schulischen Kontext.
  • Das Risiko, Opfer von Diskriminierung zu werden, nimmt mit Schulverweildauer zu. Bis zur Oberstufe trifft es jede/n 2 ½-te/n. Wer einmal Opfer geworden ist, wird es meist öfter.
  • Täter sind entsprechend Opferangaben meist Mitschüler:innen (ø 72%), aber bei älteren Schüler:innen auch Lehrer:innen (28% der Oberstufen-Schüler:innen).
  • Die Gründe sind vielfältig und für die Opfer meist gar nicht klar zu benennen – man kann wegen allem Möglichen diskriminiert werden!
  • Als Täter bezeichnen sich mit zwischen 10 und 30 % der Schüler:innen deutlich weniger, als es den „Opferzahlen“ zufolge geben müsste. Vermutlich sind aus Tätersicht die Einschätzungen, ab wann es tatsächlich um Diskriminierung geht, deutlich „robuster“ als aus der Opferperspektive – nach dem Motto: „War doch gar nicht so schlimm bzw. war doch nur als Witz gemeint!“
  • Diskriminierung ist am SIBI ein von Schüler:innen häufig beobachtetes Problem (66% Unterstufe, 79% Mittelstufe, 91% Oberstufe, 25% IVK).
  • 80 bis 90% der Schüler:innen je nach Gruppe wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Probleme mit Diskriminierung wahrnehmen. Top-Ansprechpartner:innen bei Diskriminierung sind in unterschiedlicher Reihenfolge je nach Gruppe Eltern, Freund:innen, Klassen-/Stufen-Lehrer:innen.
  • Trotzdem würden sich viele aus unterschiedlichen Gründen niemandem anvertrauen – ab der Mittelstufe knapp 50 %. Bei älteren Schüler:innen spielen dabei vermutlich zunehmend Verdrängungsversuche (vermutlich stärker bei Beobachtern als in Betroffenen-Situation) bzw. eine steigende Hemmschwelle, sich zu „outen“, eine Rolle.