Trotz widriger Umstände wurde das diesjährige Weihnachtskonzert am SIBI zu einem berührenden Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit. Aufgrund der weiterhin bestehenden Mängel in der Schulaula – die vom Schulträger, der Stadt Bad Honnef, leider nicht behoben wurden – musste das Konzert in der großen Turnhalle stattfinden. Neonlicht statt Kerzenschein: Die Atmosphäre war zunächst alles andere als heimelig. Doch was der Raum vermissen ließ, machten die Musik und die Mitwirkenden mehr als wett. Die Lieder berührten, beeindruckten und ermöglichten ein echtes Runterkommen vom Stress der Adventszeit.
Ein stimmungsvoller Ablauf ohne Pause
Bereits vor Beginn nahm das Orchester Platz und stimmte sich ein – ein leiser Auftakt, der Vorfreude weckte. Es erfolgte eine herzliche Begrüßung durch Frau Hübert-Kuß: „An Schulen, in denen viel musiziert wird, herrscht eine andere Atmosphäre, eine bessere Stimmung. Beim Singen und Musizieren hört man aufeinander, geht in Resonanz, sogar die Herzfrequenzen synchronisieren sich.“ Und dies spürte das Publikum an diesem Abend deutlich und durfte daran teilhaben. Insbesondere wurde die Unterstützung der ca. 20 StageCrew-Mitglieder gewürdigt, die in zwei Tagen die ganze Technik eines „Konzertsaals“ in die Turnhalle verlagert hatte, mit der tatkräftigen Unterstützung von Herrn Tissen, einem Elternteil der Schulgemeinde und unserem Hausmeister Herrn Wessel.
Das gemeinsame Mitsinglied „Alle Jahre wieder“ eröffnete den Abend und bezog das Publikum unmittelbar mit ein.
Es folgten die Solistinnen und Solisten mit feinfühligen Darbietungen von „Suse, liebe Suse“ und „Brüderlein komm tanz mit mir“, die durch ihre Klarheit und Ausdrucksstärke überzeugten. Die anschließenden Auftritte des Extrachors mit „Ein Männlein steht im Walde“, dem „Abendsegen“ und ein berührendes „Hallelujah“ von acht Celli sorgte für ruhige, fast andächtige Momente.
Der Unterstufenchor betrat anschließend die Bühne und begeisterte mit „Cold Snap“ sowie dem Klassiker „Morgen Kinder wird’s was geben“, aber in einer fetzigen neuen Version. Besonders schön, dass der Chor durch Stimmen der Grundschulkinder der benachbarten Löwenburgschule unterstützt wurde.
Vielfalt und musikalische Qualität
Mit „Sapphire“ zeigte die Band mit Unterstufenchor ihren coolen Auftritt, bevor mit „Dancing with your Ghost“ ein emotionaler Akzent gesetzt wurde. Auch „Where´s my love“ beeindruckte in der Interpretation sehr.
Der Vokalpraktische Kurs führte das Publikum anschließend durch ein abwechslungsreiches Programm: von „Angels we’ve heard on high“ über „Lean on me“ und „This is me“ bis hin zu „You’ve got a friend“ – ein eindrucksvoller Beweis für Zusammenhalt und stimmliche Stärke, welches ebenso der ehrenamtlichen Unterstützung durch Johannes Weiß zu verdanken ist.
Die Band kehrte noch einmal zurück und riss mit „In the End“ und „Can’t hold us“ mit, bevor das gemeinsame „Last Christmas“ den Saal endgültig zum Mitsingen brachte. Den Schlusspunkt setzte LIMU, der Differenzierungskurs Literatur/Musik, mit „Santa Claus is coming to Town “, gefolgt von herzlichen Danksagungen und süßen Präsenten für die vielen helfenden Hände.
Eine starke Musikgemeinschaft
Was diesen Abend so besonders machte, war die große Musikgemeinschaft am SIBI mit ihren 144 musikalischen Mitwirkenden und Unter der engagierten Leitung von Frau Beyer, Frau Stefer, Frau Kronen, Frau Henke-Nagy und Frau Hübert-Kuß – zeigten Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge ihr Können, ihre Disziplin und ihre Begeisterung für Musik.
So wurde selbst die nüchterne Turnhalle für einen Abend zu einem Ort der Wärme. Das Weihnachtskonzert 2025 am SIBI war mehr als nur ein musikalisches Ereignis – es war ein Geschenk der Ruhe, der Gemeinschaft und der Vorfreude auf Weihnachten.