Das Städtische Siebengebirgsgymnasium (SIBI) präsentierte am 20. März sein diesjähriges Kammerkonzert – und bewies einmal mehr die beeindruckende musikalische Vielfalt und Qualität seiner Schulgemeinschaft. Anders als in den vergangenen Jahren fand das Konzert nicht in der Aula, sondern als Ausweichraum im Kursaal Bad Honnef statt. Dieser bot mit seiner besonderen Atmosphäre den passenden Rahmen für einen unvergesslichen Abend.
Beim Kammermusikkonzert standen unsere Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt, die solistisch oder in kleinen Ensembles ihr Können präsentierten. Ergänzt wurde das abwechslungsreiche Programm durch Beiträge der verschiedenen Musik-AGs und Projektkurse der Schule, wodurch ein facettenreicher Einblick in das musikalische Leben am SIBI entstand. Die Gesamtleistung der Musikgemeinschaft – insbesondere der engagierten Musikfachschaft – war dabei durchweg beeindruckend. Dazu trug auch der tolle Sound und das Licht, durch die Unterstützung ehemaliger Mitglieder der Stage-Crew von Quint-Events, bei.
Das Konzert begann um 19 Uhr und war restlos ausverkauft – ein deutliches Zeichen für das große Interesse und die Wertschätzung innerhalb der Schulgemeinschaft und darüber hinaus.
Wie viel Engagement, Probenarbeit und Leidenschaft hinter einem solchen Konzert stehen, zeigt auch das folgende Interview mit der Schülerin Sophia Ravenstein, die im Oberstufenchor mitgewirkt hat und Einblicke in die Vorbereitung und ihre persönlichen Eindrücke gibt.
Interviewer:
Hallo Sophia, schön, dass du da bist und dass du dir Zeit für ein Interview nimmst. Du warst beim Konzert im Kursaal Bad Honnef dabei – organisiert vom Städtischen Siebengebirgsgymnasium. Erzähl doch mal: In welchem Part bist du aufgetreten?
Sophia Rabenstein:
Ich habe im Oberstufenchor mitgesungen. Wir haben einmal nur als Chor „Angels“ von Robbie Williams gesungen. Außerdem haben wir zusammen mit dem vokalpraktischen Kurs von Frau Beyer „Don’t Stop Me Now“ und „Viva La Vida“ aufgeführt.
Interviewer:
Wie hast du die Atmosphäre im Kursaal wahrgenommen? War das euer erster Auftritt dort?
Sophia Rabenstein:
Ja, im Kursaal waren wir vorher noch nicht, aber wir sind schon öfter in der Schule aufgetreten. Ich fand die Atmosphäre sehr schön – man hat alles gut gehört und konnte die Künstler gut sehen. Außerdem war es ja ausverkauft, das Publikum war wirklich begeistert.
Interviewer:
Wie sieht denn die Vorbereitung auf so ein Konzert aus? Wie oft probt ihr und wie viel Arbeit steckt dahinter?
Sophia Rabenstein:
Wir haben einmal die Woche eine Probe nach der Schule in der Mittagspause. Unsere Lehrerin sucht dann ein oder mehrere Lieder aus, und die üben wir bis zum Konzert. Kurz davor gibt es meistens noch eine zusätzliche Probe oder eine Generalprobe. Dafür müssen wir dann auch mal aus dem Unterricht raus, damit am Ende alles gut klappt.
Interviewer:
Würdest du sagen, dass ihr dafür viel Freizeit opfert, oder gehört das für dich einfach dazu?
Sophia Rabenstein:
Für mich gehört das auf jeden Fall dazu. Ich mache das gerne und finde, einmal die Woche für 45 Minuten ist nicht viel. Es macht einfach Spaß, deshalb ist das für mich kein Problem.
Interviewer:
Was genau macht dir daran am meisten Spaß?
Sophia Rabenstein:
Das gemeinsame Singen und wie es sich am Ende anhört. Vor allem, wie wir zusammen harmonieren – das finde ich besonders schön.
Interviewer:
Nimmst du auch etwas für dich persönlich daraus mit?
Sophia Rabenstein:
Ja, auf jeden Fall. Ich lerne, mich gut mit anderen zu verstehen, und auch, Noten besser zu lesen.
Interviewer:
Hast du das Gefühl, dass euer Engagement genug Anerkennung bekommt?
Sophia Rabenstein:
Von einem Teil der Leute auf jeden Fall – vor allem von denen, die sich für Musik interessieren. Von anderen eher weniger, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass sie damit nicht so viel zu tun haben oder sich nicht dafür interessieren.
Interviewer:
Woran liegt das deiner Meinung nach?
Sophia Rabenstein:
Ich glaube, viele wissen einfach gar nicht, dass solche Konzerte stattfinden, oder haben kein großes Interesse daran.
Interviewer:
Das Konzert war ausverkauft. Hättest du dir mehrere Aufführungen gewünscht?
Sophia Rabenstein:
Ich glaube, wir würden das schon schaffen, aber ich bin mir nicht sicher, ob dann wirklich viel mehr Leute kommen würden. Vielleicht könnte man eher in kürzeren Abständen kleinere Auftritte machen – aber dafür müsste man auch mehr proben.
Interviewer:
Zum Abschluss: Was wünschst du dir für die Zukunft im musikalischen Bereich an eurer Schule?
Sophia Rabenstein:
Ich wünsche mir, dass mehr Leute sehen, was wir machen, und dass wir mehr Aufmerksamkeit dafür bekommen. Ansonsten finde ich es eigentlich schon sehr gut, wie es ist.
Interviewer:
Vielen Dank für das Gespräch.